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Baustellenrundgänge im neuen Hallenbad: Einblick für rund 300 Besucher
09. Februar 2026
Da die Teilnehmerzahl für die Baustellenrundgänge aus Sicherheitsgründen begrenzt war, fassen wir hier die wichtigsten Eindrücke für alle zusammen, die keinen Platz erhalten konnten. Rund 300 Bürgerinnen und Bürger nutzten am vergangenen Samstag die Möglichkeit, sich bei geführten Rundgängen ein Bild vom aktuellen Stand des Hallenbad-Neubaus zu machen.
Zwischen 10 und 16 Uhr boten wir stündlich Führungen mit jeweils zwei Gruppen an. Die Rundgänge wurden von Architekten und Bauleitern durchgeführt, die Einblicke in Planung, Baufortschritt und technische Besonderheiten gaben. Der Schwerpunkt der Arbeiten liegt derzeit im Inneren des Gebäudes – von außen ist das nur eingeschränkt sichtbar.
Vom Eingang bis in die Badehalle
Der Rundgang führte vom Foyer mit Kassen- und Shopbereich zu den künftigen Umkleiden mit barrierefreien Kabinen, Duschen und Fönplätzen. Anschließend ging es in die Badehalle mit Sportbecken, Hubboden, Sprunganlage, Nichtschwimmer- und Kleinkinderbecken. Der Hubboden ermöglicht eine flexible Anpassung der Beckentiefe, etwa für Schwimmkurse oder Familienangebote.
Zu den weiteren Ausstattungsmerkmalen zählen zwei Rutschen – eine Familien- und eine Turborutsche – mit jeweils knapp 40 Metern Länge sowie ein Wellnessbecken mit Sprudelliegen und Massagedüsen.
Technik für Sicherheit und Betrieb
Großes Interesse galt dem System zur automatischen Erkennung von Notfällen im Wasser. Es ergänzt künftig die Wasseraufsicht und alarmiert das Schwimmmeisterpersonal bei auffälligen Bewegungsmustern direkt per Smartwatch.
Ein weiterer Programmpunkt war der Gastronomiebereich. Vorgesehen sind zwei getrennte Zonen: ein Bereich für Badegäste und ein öffentlich zugänglicher Bereich für externe Besucher, etwa Eltern während eines Schwimmkurses. Im Eingangsbereich, der Gastronomie und der Badehalle wird künftig WLAN zur Verfügung stehen.
Blick hinter die Kulissen
Zum Abschluss führten wir die Gruppen in das Untergeschoss, das im späteren Betrieb nicht zugänglich ist. Dort befindet sich die technische Infrastruktur des Hallenbads – darunter Wasser- und Badetechnik, Luft- und Klimatechnik sowie die Energie- und Wärmetechnik. Hier wird deutlich, wie viel Technik für einen sicheren und zuverlässigen Betrieb notwendig ist.
Zeitplan und Kosten
Sofern alles planmäßig verläuft, ist die Eröffnung des neuen Hallenbads für Herbst 2026 vorgesehen. Externe Risiken können den Termin beeinflussen.
Die aktuell gültige Baukostenberechnung aus dem Jahr 2024 liegt bei 36,77 Millionen Euro netto, inklusive Baunebenkosten, und wurde in den zuständigen Gremien beschlossen. Zum Vergleich: Die Baukostenberechnung aus 2017 belief sich auf rund 19 Millionen Euro netto. Die seither stark gestiegenen Baupreise und die allgemeine Inflation waren damals noch nicht absehbar.
Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen entsteht in Dachau ein neues Hallenbad für Freizeit-, Schul- und Vereinsschwimmen, während andere Kommunen ihre Bäder schließen oder zurückbauen.
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