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Eingang zur Geschäftsstelle der Stadtwerke Dachau

Rund 300 Besucher bei Baustellenrundgängen im neuen Dachauer Hallenbad

09. Februar 2026

Rund 300 Bürgerinnen und Bürger nutzten am vergangenen Samstag die Gelegenheit, sich bei geführten Rundgängen ein Bild vom aktuellen Stand der Bauarbeiten des neuen Dachauer Hallenbads zu machen.

Zwischen 10 und 16 Uhr wurden stündlich Führungen mit jeweils zwei Gruppen angeboten. Begleitet wurden die Rundgänge von Architekten und Bauleitern, die den Besuchern Einblicke in Planung, Baufortschritt und technische Besonderheiten gaben. „Von außen sieht man nicht viel, der Schwerpunkt der Bauarbeiten liegt im Inneren. Das wollten wir zeigen“, sagt Werkleiter Robert Haimerl.

Vom Eingangsbereich bis in die Badehalle
Der Rundgang führte zunächst durch das Foyer mit Kassen- und Shopbereich, weiter zu den künftigen Umkleiden mit barrierefreien Kabinen und Fönplätzen sowie den Duschen. Anschließend ging es in die große Badehalle. Dort konnten die Besucher das Sportbecken mit Hubboden, die Sprunganlage, das Nichtschwimmerbecken und den Kleinkinderbereich besichtigen. Der Hubboden ermöglicht es, die Beckentiefe flexibel anzupassen, etwa für Schwimmkurse oder Familienangebote.

Weitere Highlights sind die beiden Rutschen – eine Familien- und eine Turborutsche – mit einer Länge von jeweils fast 40 Metern, sowie ein Wellnessbecken mit Sprudelliegen und Massagedüsen.

Moderne Technik für Sicherheit und Komfort
Auf großes Interesse stieß das System zur automatischen Erkennung von Notfällen im Wasser. Es soll später die personelle Wasseraufsicht unterstützen. Erkennt es unkontrollierte Körperbewegungen, wird das Schwimmmeisterpersonal umgehend per Smartwatch alarmiert, sodass sofort Rettungsmaßnahmen eingeleitet werden können.

Anschließend führte der Rundgang in den zukünftigen Gastronomiebereich. Vorgesehen sind zwei getrennte Bereiche: einer für Badegäste sowie ein öffentlich zugänglicher Bereich für externe Besucher, etwa Eltern während eines Schwimmkurses. Im Eingangsbereich, der Gastronomie und in der Badehalle wird zukünftig WLAN zur Verfügung stehen.

Blick hinter die Kulissen: das technische Herz des Hallenbads
Zum Abschluss des Rundgangs ging es ins Untergeschoss, welches für Besucher normalerweise nicht zugänglich ist. Dort befindet sich die komplette technische Infrastruktur des Bades, darunter Wasser- und Badetechnik, Luft- und Klimatechnik sowie die Energie- und Wärmetechnik. „Gerade hier wird deutlich, wie viel Technik notwendig ist, damit ein Hallenbad sicher, effizient und zuverlässig betrieben werden kann“, so der Stadtwerke-Chef.

Positives Feedback der Besucher
Die Resonanz auf die Baustellenrundgänge fiel durchweg positiv aus. Viele Besucher äußerten sich anerkennend über die Möglichkeit, den Baufortschritt aus nächster Nähe zu erleben und auch Bereiche zu sehen, die später im regulären Betrieb nicht zugänglich sind.

Zeitplan und Kosten
Sofern alles planmäßig verläuft, ist die Eröffnung des neuen Hallenbads für Herbst 2026 vorgesehen. Externe Risiken, etwa mögliche Insolvenzen, können den Termin jedoch beeinflussen.

Die aktuell gültige Baukostenberechnung aus 2024 liegt bei 36,77 Millionen Euro netto, inklusive Baunebenkosten, und wurde den zuständigen Gremien vorgestellt und beschlossen. Zum Vergleich: Die Baukostenberechnung aus 2017 belief sich auf rund 19 Millionen Euro netto. Die seitdem stark gestiegenen Baupreise und die allgemeine Inflation waren damals noch nicht absehbar. „Uns ist wichtig, die Entwicklung der Kosten über die Jahre sachlich einzuordnen und ein realistisches Bild zu geben“, betont Robert Haimerl.

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen entsteht in Dachau ein neues, attraktives Hallenbad für Freizeit, Schul- und Vereinsschwimmen, während andere Kommunen wie Oberschleißheim und Karlsfeld ihre Bäder schließen oder zurückbauen.

Pressemeldung
Pressefoto 1
Bildunterschrift: Großes Besucherinteresse bei den Rundgängen auf der Baustelle des neuen Dachauer Hallenbades am vergangenen Samstag.
Pressefoto 2
Bildunterschrift: Das sehen die Badegäste normalerweise nicht: Die technischen Anlagen im Untergeschoss des Gebäudes.
Pressefoto 3
Bildunterschrift: Eines der zukünftigen Highlights: Die beiden fast 40 Meter langen Rutschen, eine Turbo- und eine Familienrutsche.
 

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