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Warnstreik im ÖPNV: Unsere Sicht als Stadtwerke zu den Tarifverhandlungen

17. März 2026

Im Zusammenhang mit den laufenden Tarifverhandlungen sehen wir uns veranlasst, auf die wirtschaftlichen Auswirkungen der von ver.di erhobenen Forderungen hinzuweisen.

Forderungen der Gewerkschaft

Gefordert wird eine Entgeltsteigerung von 688,75 Euro pro Monat über alle Entgeltgruppen, was einer durchschnittlichen Lohnerhöhung von rund 17 Prozent entspricht. In den unteren Lohngruppen würden sich die Entgelte sogar um bis zu 27,7 Prozent erhöhen.

Zusätzlich wird eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit von 38,5 auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich gefordert, was eine weitere Kostensteigerung von rund 9,1 Prozent bedeuten würde.

Kostensteigerung von bis zu 36,8 Prozent

Insgesamt summieren sich diese beiden zentralen Forderungen auf bis zu 36,8 Prozent. Dies ist mit der finanziellen Realität von Stadt, Landkreis und Stadtwerken als Aufgabenträger nicht vereinbar ist. In keiner anderen Branche bundesweit werden derzeit Forderungen in einer vergleichbaren Größenordnung gestellt.

Mit rund 70 Busfahrerinnen und Busfahrern stellen die Stadtwerke Dachau den Linienverkehr im Stadtgebiet sicher. Würden die Forderungen umgesetzt, würden die Personalkosten um bis zu 36,8 Prozent steigen.

Da die Kosten des Verkehrsbetriebs gemeinschaftlich von Landkreis Dachau, Stadt Dachau und den Stadtwerken getragen werden, müssten diese Mehrkosten unmittelbar durch öffentliche Mittel ausgeglichen werden. Das hätte zwangsläufig auch Auswirkungen auf das zukünftige Verkehrsangebot und würde das Ziel einer nachhaltigen Mobilitätswende in der Region zusätzlich erschweren.

Ziel bleibt ein verlässlicher Nahverkehr

Bereits seit der ersten Verhandlungsrunde liegt aus Sicht der Arbeitgeber ein faires Angebot vor, das sich an den erfolgreichen Tarifabschlüssen für Kommunen und Länder aus dem Vorjahr orientiert.

Gleichzeitig betonen die Stadtwerke Dachau, dass sie die tägliche Leistung ihrer Fahrerinnen und Fahrer sehr schätzen. Die Forderungen müssen jedoch im Rahmen des wirtschaftlich Machbaren bleiben, damit auch künftig ein sicherer, zuverlässiger und bezahlbarer Nahverkehr für die Menschen in Dachau gewährleistet werden kann.

Informationen zum bevorstehenden Streik finden Sie hier.

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