Dynamische Stromtarife
Flexible Tarife, smarte Technik
Dynamische Stromtarife und für wen sie geeignet sind
Dynamische Stromtarife passen sich stündlich den Börsenpreisen an. Das bedeutet: Sie können bei niedrigen Preisen sparen, tragen aber auch das Risiko höherer Kosten bei Preisspitzen. Besonders lohnenswert sind diese Tarife für Haushalte mit E-Autos, Batteriespeichern oder Wärmepumpen, die ihren Energieverbrauch flexibel steuern können. Voraussetzung hierfür sind intelligente Messsysteme (Smart Meter), deren flächendeckende Verfügbarkeit sich gerade im Ausbau befindet.
Themen auf dieser Seite
Flexibilität und Kostenersparnis für moderne HaushalteIhre Vorteile von dynamischen Stromtarifen
Fragen und Antworten zu dynamischen Stromtarifen
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Dynamische Stromtarife: Flexibilität und Kostenersparnis für moderne Haushalte
Mit dynamischen Tarifen haben Sie die Möglichkeit, Ihre Energiekosten aktiv zu beeinflussen.
Das Besondere:
- Der Arbeitspreis ist nicht fix, sondern passt sich stündlich den Börsenpreisen an.
- In Zeiten mit hoher Verfügbarkeit erneuerbarer Energien (wie Wind oder Sonne) sinken die Preise – und Sie können sparen.
- Steigen die Preise, tragen Sie das Risiko hoher Börsenpreise allein.
Für wen eignen sich dynamische Tarife?
Besonders geeignet sind dynamische Tarife für Haushalte, die ihren Energieverbrauch flexibel gestalten können.
- E-Auto-Besitzer: Laden Sie Ihr Fahrzeug, wenn die Preise niedrig sind, zum Beispiel nachts.
- Haushalte mit Batteriespeichern: Speichern Sie günstigen Strom für den späteren Gebrauch.
- Wärmepumpen-Besitzer: Verschieben Sie den Betrieb in Zeiten mit niedrigen Preisen.
Was Sie dafür benötigen:
- Ein intelligentes Messsystem (Smart Meter), das Ihren Verbrauch in Echtzeit misst und übermittelt.
Aktuelle Börsenpreise
Die aktuellen Strompreise am Spotmarkt werden täglich um 12 Uhr für den darauffolgenden Tag veröffentlicht.
Direkt profitieren
Nutzen Sie niedrige Börsenpreise, wenn die Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen besonders hoch ist.
Kosten optimieren
Verlegen Sie Ihren Stromverbrauch in günstige Zeiten – beispielsweise Wäschewaschen am Vormittag.
Flexibel bleiben
Sie können monatlich in einen anderen Tarif wechseln, wenn sich Ihre Bedürfnisse ändern.
Technische Voraussetzungen
Damit Sie von dynamischen Tarife profitieren können, benötigen Sie ein intelligentes Messsystem (iMSys).
Ein intelligentes Messsystem besteht aus einer Modernen Messeinrichtung (mME), dem eigentlichen Stromzähler, und dem so genannten Smart-Meter-Gateway (SMG). Das ist die Kommunikationseinheit, die die Daten überträgt.
Fragen und Antworten zu dynamischen Stromtarifen
Sie erhalten einen Tag im Voraus transparente Informationen über die Börsenpreise für den folgenden Tag auf Stundenbasis, um Ihren Stromverbrauch effizient zu planen und individuell kostengünstig zu gestalten.
Ihr intelligentes Messsystem zeichnet Ihren Energieverbrauch im Viertelstundentakt auf. Täglich werden diese Daten erfasst und im Nachhinein sicher an verschiedene Empfänger übertragen, darunter Ihr Energieanbieter, der Betreiber des Stromnetzes und der Messeinrichtungen. Über den gemessenen Verbrauch und den festgelegten Stundenpreisen werden dann Ihre Kosten ermittelt.
Besonders wirtschaftlich wird ein dynamischer Tarif für Sie aber dann, wenn Sie große Verbraucher wie Elektroautos mit eigener Wallbox oder Wärmepumpen besitzen, da sich hierbei die größten Kosteneinsparungen erzielen lassen.
Voraussetzung für die Nutzung des Tarifs ist ein intelligentes Messsystem (häufig auch Smart Meter genannt).
- Sparpotenzial: Durch Ihr Verhalten können Sie Preisvorteile generieren, indem Sie ihre Geräte während der günstigsten Zeiträume einschalten.
- Transparenz: Mit Hilfe von intelligenten Messsystemen lassen sich Ihre Stromverbräuche nachvollziehen.
- Nachhaltigkeit: Durch den Verbrauch in Niedrigpreiszeiträumen, in denen Sie tendenziell mehr Strom aus erneuerbaren Energien erzeugen, unterstützen Sie aktiv die Energiewende.
- Netzstabilität: Durch die zeitliche Verschiebung Ihrer Stromverbräuche ermöglichen Sie, die Spitzenlasten im Stromnetz zu verringern und damit Ausfälle zu vermeiden und Netzstabilitätskosten zu reduzieren.
- Aufwand: Falls kein Home Energy Management System in Ihrem Haushalt vorliegen sollte, müssen Sie sich regelmäßig über die aktuellen Börsenstrompreise informieren, um ihre Verbräuche in die richtigen Zeiträume zu verschieben.
- Geringere Preiskalkulationssicherheit: Der durchschnittliche Monatspreis kann von einem Monat zum anderen Monat deutlich schwanken.
- Anfangsinvestitionen: Die ggf. anfallenden Betriebs- und Anschaffungskosten für ein intelligentes Messsystem, Steuerbarkeit und ggf. ein Energiemanagement System können das mögliche Einsparpotenzial schmälern.
Im Gegensatz hierzu kann der Energiepreis, häufig bestehend aus Arbeitspreis in cent/kWh und Grundpreis in €, vertraglich mit einem Stromlieferanten abgeschlossen werden.
Der Grundpreis ist ein fester monatlicher oder jährlicher Betrag, den Sie unabhängig von Ihrem tatsächlichen Stromverbrauch bezahlen. Der Arbeitspreis bezieht sich auf den verbrauchsabhängigen Teil der Stromrechnung.
Bei konventionellen Stromtarifen ist der Energiepreis vertraglich festgelegt, bei dynamischen Stromtarifen variiert insbesondere der Arbeitspreis stündlich je nach Börsenstrompreis.
Sie erhalten einen Tag im Voraus transparente Informationen über die Börsenpreise für den folgenden Tag auf Stundenbasis, um Ihren Stromverbrauch effizient zu planen und individuell kostengünstig zu gestalten.
Ihr intelligentes Messsystem zeichnet Ihren Energieverbrauch im Viertelstundentakt auf. Täglich werden diese Daten erfasst und im Nachhinein sicher an verschiedene Empfänger übertragen, darunter Ihr Energieanbieter, der Betreiber des Stromnetzes und der Messeinrichtungen. Über den gemessenen Verbrauch und den festgelegten Stundenpreisen werden dann Ihre Kosten ermittelt.
Preise
Auf dem zentraleuropäischen Spotmarkt für Energie, der European Power Exchange (EPEX-SPOT) in Paris werden Strommengen für Deutschland, Frankreich, Österreich und die Schweiz kurzfristig gehandelt.
In der sogenannten Day-Ahead-Auktion stellen alle Teilnehmer ihre Angebote und die Nachfrage für jede Stunde des folgenden Tages vor. Die Auktion schließt um 12 Uhr, woraufhin Angebot und Nachfrage abgeglichen werden. So entsteht ein fester Preis pro Kilowattstunde Strom für jede Stunde des nächsten Tages, der für Ihren dynamischen Stromtarif maßgeblich ist.
Wenn die Stromerzeugung jedoch den Stromverbrauch deutlich übersteigt, führt dies zu negativen Strompreisen. Dies tritt vor allem in Zeiten hoher Einspeisung von Solarund/oder Windstrom auf, wenn gleichzeitig der nationale Stromverbrauch vergleichsweise gering ist, beispielsweise nachts bei hoher Windstromproduktion.
Durch dynamische Stromtarife und Verschiebung der Lasten in negative Preiszeiträume bekommen Sie theoretisch Geld für den Bezug von Strom ausgezahlt, allerdings setzt sich der Strompreis immer auch aus fixen Bestandteilen, wie Steuern, Umlagen und Netznutzungsentgelten zusammen, die weiterhin gezahlt werden müssen, womit der Gesamtpreis in der Regel im positiven Bereich bleibt
Wenn Sie mit uns einen Vertrag über einen dynamischen Strompreis abgeschlossen haben, erhalten Sie von uns entweder per E-Mail oder über unser Kundenportal alle notwendigen Preisinformationen für den Folgetag und rückblickend über Ihre Verbrauchskosten.
- Kraftwerksverfügbarkeit: Die Verfügbarkeit von Kraftwerken und deren Produktionskosten sind entscheidend. Kraftwerke, die kostengünstig produzieren können, wie Wind- und Solarkraftwerke, werden bevorzugt eingesetzt.
- Brennstoffpreise: Die Preise für Brennstoffe wie Kohle, Gas und Öl haben einen direkten Einfluss auf die Strompreise, da sie die Kosten für die Stromerzeugung in konventionellen Kraftwerken beeinflussen.
- Wetterbedingungen: Wetterbedingungen können die Verfügbarkeit von erneuerbaren Energiequellen wie Wind und Sonne beeinflussen, was wiederum Auswirkungen auf das Stromangebot hat.
- Politische und regulatorische Entscheidungen: Gesetze, Vorschriften und politische Entscheidungen können die Energieerzeugung und -verteilung beeinflussen, was sich auf die Preise auswirkt.
- Wirtschaftliche Faktoren: Die allgemeine wirtschaftliche Lage und das Wirtschaftswachstum können die Nachfrage nach Strom beeinflussen, was wiederum die Preise an der Börse beeinflusst.
- Technologische Entwicklungen: Fortschritte in der Technologie können die Effizienz der Stromerzeugung und -verteilung verbessern und somit die Kosten und Preise beeinflussen.
Technische Fragen
Mit einem intelligenten Messsystem lässt sich Ihr Haushaltsstromverbrauch viertelstundenscharf ermitteln und über den Messstellenbetreiber an uns als Stromlieferant übertragen. Wir als Stromlieferant können im Anschluss die Verbrauchswerte mit dem Strompreis verrechnen, um Ihre Kosten zu ermitteln.
Management System (HEMS) bezeichnet, ist eine Technologie, die darauf abzielt, den
Energieverbrauch in Ihrem Haushalt zu optimieren.
Seine Hauptfunktion besteht in der Vernetzung Ihrer stromerzeugenden PV-Anlage mit
den steuerbaren Stromverbrauchen Ihres Haushalts, wie bspw. Ihrer Wärmepumpe,
Wallbox oder ein zusätzlicher Speicher.
Es steuert die Energieflüsse so, dass mehr vom selbst erzeugten Strom genutzt wird,
um den Eigenverbrauch zu optimieren. Dafür kann es bspw. steuern, wann der
Batteriespeicher geladen wird und wann steuerbare Verbraucher wie eine
Wärmepumpe Strom beziehen.
Besonders lukrativ sind EMS in Verbindung mit dynamischen Stromtarifen, da das
System auf die aktuellen Börsenstrompreise zugreifen kann und den Verbrauch Ihrer
Anlagen automatisch in die günstigsten Zeiträume verlegt, ohne dass Sie sich darüber
informieren brauchen.
Beispielsweise müssen Sie dann nur noch Ihr Elektroauto an Ihre Wallbox anschließen
und angeben, zu welcher Zeit sie Ihr Auto voll beladen haben wollen. Das EMS verlegt
den Ladevorgang dann genau in die Zeiträume, in denen der Strompreis am
niedrigsten ist, sodass sie zu den günstigsten Konditionen laden können.
zwischen 25 und 100 kW. Befinden sich steuerbare Verbrauchseinrichtungen (bspw. eine Wärmepumpe) im
Haushalt, werden für Einbau und Betrieb 50 Euro veranschlagt. Eine Summierung der einzelnen Messgeräte ist unzulässig, das heißt wenn mehrere intelligente Messysteme
für Ihre Lieferstelle benötigt werden, darf der jährliche Gesamtpreis für den Messstellenbetrieb nicht höher sein als der höchste Preis der einzelnen Messgeräte.
Wenn Sie auf eigenen Wunsch ein iMSys vorzeitig einbauen lassen, zahlen Sie zusätzlich eine einmalige Gebühr von maximal 30 Euro.
Sonstiges
§ 14a des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) bezieht sich auf die netzdienliche Steuerung von steuerbaren Verbrauchseinrichtungen. Dieser Paragraf ermöglicht es Netzbetreibern, den Strombezug solcher Einrichtungen – wie zum Beispiel Wärmepumpen oder private Ladeeinrichtungen für Elektroautos – temporär zu dimmen, um eine Überlastung des Netzes zu verhindern. Im Gegenzug für diese Steuerungsmöglichkeit bietet der Netzbetreiber den Verbrauchern ein reduziertes Netzentgelt an. Um von den reduzierten Netznutzungsentgelten zu profitieren, müssen Sie eine steuerbare Verbrauchseinrichtung betreiben, die nach dem 1. Januar 2024 in Betrieb genommen wurde. Diese Einrichtungen können dann vom Netzbetreiber auf eine Leistung von 4,2 kW gedrosselt werden, um das Netz zu entlasten. Die Reduzierung des Netzentgelts erfolgt jedoch unabhängig davon, ob eine tatsächliche Steuerung stattfindet oder nicht.
Wenn Sie bereits eine solche Einrichtung vor dem 1. Januar 2024 in Betrieb genommen haben, können Sie freiwillig in die neue Regelung wechseln. Ein Rückwechsel in einen Vertrag ohne Regulierung ist dann allerdings nicht mehr möglich. Für genauere Informationen und um zu prüfen, ob Sie für die reduzierten Netznutzungsentgelte in Frage kommen, sollten Sie sich direkt an Ihren Netzbetreiber wenden.
Die daraus resultierenden finanziellen Risiken sind von Ihnen zu tragen.